Fragen und Antworten zum Übernachten unterwegs
Wo stehst du heute Nacht, was zeigt die Ampel, was kostet eine Nacht? Antworten zu Stellplätzen, Regeln und Check-ins – gratis, ohne Konto, in 43 Ländern.
Hier geht es um den Teil von Caraplace für unterwegs: Plätze finden, Regeln verstehen, mithelfen. Fragen zum Einstellplatz für den Winter stehen unter Fragen & Antworten zu Einstellplätzen. Fehlt etwas? Schreib an info@caraplace.ch.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Caraplace und Place me?
Caraplace hat zwei Teile. Place me ist die Karte für unterwegs: Stellplätze, Campingplätze, Ver- und Entsorgung, dazu die Regeln vor Ort – das ist die Startseite. Der Einstellplatz-Marktplatz ist der andere Teil: eine Halle, Scheune oder ein Carport, wenn das Fahrzeug über den Winter unterstehen soll. Du findest ihn unter Einstellplatz.
Was kostet Place me?
Nichts. Karte, Suche, Regeln, Wetter, Merkliste und Check-ins sind kostenlos – ohne Abo, ohne Werbung, ohne Provision. Einen fehlenden Platz zu melden kostet ebenfalls nichts.
Brauche ich ein Konto?
Nein. Suchen, Plätze ansehen, Regeln lesen und einen Platz melden geht ohne Anmeldung. Ein Konto brauchst du nur, wenn du deine Merkliste auf allen Geräten haben, eine Reise planen oder deine Check-ins deinem Profil zuordnen willst. Ohne Konto bleibt die Merkliste in deinem Browser – beim Anmelden übernehmen wir sie.
Kann ich über Caraplace einen Platz buchen oder bezahlen?
Nein. Es gibt weder Buchung noch Bezahlung über die Plattform, und wir nehmen keine Provision. Ankunft, Anmeldung und Bezahlung regelst du direkt vor Ort.
Wie viele Plätze sind erfasst, und in welchen Ländern?
Über 75'000 Plätze in 43 Ländern. Am dichtesten ist das Netz in Frankreich, Deutschland, Grossbritannien, Italien, Spanien und den Niederlanden; erfasst sind aber auch Skandinavien, Osteuropa und die Türkei.
Was für Plätze finde ich?
Vier Arten: rund 47'000 Campingplätze, rund 20'000 offizielle Wohnmobil-Stellplätze, rund 8'000 Ver- und Entsorgungsstationen und rund tausend Parkplätze, auf denen Übernachten in Frage kommt.
Kann ich nach Ausstattung filtern?
Ja: gratis, Strom, Frischwasser, Ver- und Entsorgung, Hunde erlaubt und ruhig – «ruhig» heisst dabei ein gemessener Mindestabstand zur Strasse, keine Einschätzung. Dazu kommen die Platzart und der Filter «Legal», wenn du die geduldeten und verbotenen Orte gar nicht erst sehen willst.
Wie finde ich Plätze, die zu meinem Fahrzeug passen?
Trag Länge, Höhe und Gewicht einmal in dein Fahrzeugprofil ein – dann blendet der Filter alles aus, wo du an der Schranke, der Höhenbegrenzung oder dem Gewichtslimit scheiterst. Plätze ohne Angabe bleiben sichtbar, statt still zu verschwinden: eine fehlende Angabe ist kein Nein. Das Profil bleibt ohne Konto in deinem Browser.
Woher kommen die Plätze?
Aus OpenStreetMap (Lizenz ODbL) und von der Community. Aktuell hält die Angaben keine Redaktion, sondern wer vor Ort steht: Ein Check-in bestätigt einen Platz, korrigiert den Preis oder meldet, dass es ihn nicht mehr gibt.
Was kostet eine Nacht?
Das steht am Platz, wenn es jemand erfasst hat: bei rund 10'000 Plätzen ist «gratis» hinterlegt, bei rund 16'000 eine Gebühr. Beim Rest ist der Preis noch nicht erfasst – die Lücke schliesst sich mit jedem Check-in, bei dem jemand den tatsächlich bezahlten Preis einträgt.
Finde ich auch Ver- und Entsorgung, Wasser und Strom?
Ja. Ver- und Entsorgungsstationen sind eine eigene Platzart und lassen sich einzeln auf die Karte holen – auch dann, wenn du gar nicht übernachten, sondern nur Frischwasser fassen und die Kassette leeren willst. Strom, Wasser, Dusche und WC stehen als Ausstattung am Platz.
Was bedeutet die Ampel bei einem Platz?
Sie zeigt, wie es dort rechtlich mit dem Übernachten im Fahrzeug aussieht. Erlaubt: offizieller Stell- oder Campingplatz. Geduldet: keine ausdrückliche Erlaubnis, aber auch kein Verbot – es entscheiden Signalisation, Gemeinde und Grundeigentümer. Verboten: Es gibt eine Regel dagegen. Ist die Lage unklar, steht auch das da – wir färben nichts schön.
Woher stammen die Rechtsangaben?
Aus Gesetzen, von Behörden und Verbänden – nie aus Blogs oder Foren. Hinterlegt sind Regeln für 42 Länder, für die Schweiz zusätzlich 15 Kantone mit eigener Vorschrift. Jede Regel nennt ihre Quelle und das Datum, an dem wir sie zuletzt geprüft haben.
Kann ich mich auf die Ampel verlassen?
Sie ist eine Orientierung, keine Rechtsauskunft. Vor Ort haben Signalisation, Gemeindereglement und Grundeigentümer das letzte Wort, und die ändern sich schneller als jede Datenbank. Steht ein Verbotsschild, gilt das Schild – auch wenn die Karte grün zeigt.
Parkieren oder Campieren – wo verläuft die Grenze?
An dieser Grenze entscheidet sich fast überall, ob du ein Problem bekommst. Im Fahrzeug schlafen gilt in der Regel als Parkieren und ist dort erlaubt, wo du parkieren darfst. Sobald Tisch, Stühle, Markise oder Stützen draussen sind, ist es Campieren – und genau das ist an den meisten Orten untersagt.
Darf ich in der Schweiz auf einem Parkplatz übernachten?
Es gibt keine nationale Regel; Kantone und Gemeinden entscheiden, und einige Kantone haben eigene Vorschriften. Die Einzelheiten stehen unter Wildcampen Schweiz, für die Nachbarländer unter Deutschland, Österreich und Italien.
Was ist ein Check-in?
Eine kurze Rückmeldung von einem Platz: offen, voll, geschlossen oder nicht mehr vorhanden – dazu der bezahlte Preis, ein Hinweis und Fotos. Ein Check-in dauert ein paar Sekunden und hält die Karte aktuell.
Was ist das Vor-Ort-Siegel?
Ein Check-in, bei dem dein Handy gezeigt hat, dass du tatsächlich am Platz standest. Das unterscheidet ihn von einem Eintrag, den jemand vom Sofa aus macht – darum kannst du Angaben mit Siegel mehr trauen.
Wird mein Standort gespeichert?
Nein. Für das Siegel vergleicht die App deine Position einmal mit der des Platzes; gespeichert wird nur das Ergebnis – ob es gepasst hat und wann. Deine Koordinaten landen weder in der Datenbank noch in einem Protokoll. Auch aus hochgeladenen Fotos entfernen wir die eingebetteten GPS-Daten.
Funktioniert Place me ohne Empfang?
Zum Teil – und genau dort, wo es zählt. Ein Check-in samt Fotos, den du im Funkloch machst, bleibt im Gerät und geht raus, sobald du wieder Netz hast; gezählt wird er mit dem Zeitpunkt der Eingabe, nicht dem der Übertragung. Karte und Wetter brauchen weiterhin eine Verbindung.
Wie melde ich einen Platz, der fehlt?
Über «Melden»: Position auf der Karte setzen, Art des Platzes wählen, Name und ein paar Angaben dazu, fertig. Das geht ohne Konto und ist sofort auf der Karte sichtbar. Liegt schon ein Platz in der Nähe, weisen wir darauf hin – dann ist ein Check-in dort meist das Richtige.
An einem Platz stimmt etwas nicht – wie korrigiere ich das?
Am schnellsten mit einem Check-in: Status, Preis und Hinweis lassen sich damit richtigstellen, und der Platz zeigt sofort den neuen Stand. Wer einen Platz selbst gemeldet hat, kann ihn zusätzlich vollständig bearbeiten. Ist ein Eintrag ganz falsch oder gehört er nicht hierher, schreib an info@caraplace.ch.
Gibt es Place me im App Store?
Nein, bewusst nicht. Place me ist eine Web-App: Über «Zum Startbildschirm hinzufügen» bekommst du ein eigenes Icon und startest ohne Browserleiste – ohne Download, ohne Updates, immer die aktuelle Fassung. Die Anleitung für iPhone und Android steht unter Stellplatz-App.
Woher kommt die Wettervorhersage?
Das Wetter am Platz stammt vom Meteorologischen Institut Norwegen (MET Norway), die Regenvorhersage aus den offenen Modellen des Deutschen Wetterdienstes – im Alpenraum aus dem feineren ICON-D2, ausserhalb aus ICON-EU. Beides ist am Platz sichtbar, weil die Frage vor der Übernachtung meist nicht «wie warm» lautet, sondern «regnet es heute Nacht».
In welchen Sprachen gibt es Caraplace?
Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Die Regeln zu jedem Land sind in allen vier Sprachen hinterlegt.
Wer steckt hinter Caraplace?
Manuel Meyer aus Gipf-Oberfrick im Aargau, Einzelunternehmen, seit Jahren selbst mit dem Wohnmobil unterwegs. Caraplace ist unabhängig, gehört zu keinem Verlag und zu keinem Reiseanbieter. Kontakt: info@caraplace.ch, Angaben zum Betreiber im Impressum.